Wasserfall

Die Wasserfälle von Iguazú

Oder wie bis zu 7000 m³ Wasser pro Sekunde an rund 275 verschiedenen Stellen in die Tiefe stürzen

Sooo viel Nass habe ich selten gesehen, nee, eigentlich noch nie. Und vermutlich auch noch nie so eine Gicht, die so hoch spritzt, dass sie zum Teil die Sicht auf diese unglaublichen Kaskaden nimmt, die bereits als Kulisse für Indiana Jones und James Bond dienten. Und spätestens wenn der Wind die Richtung wechselt weiß man, weshalb man am Eingang des Nationalparks von Iguazú diese lustigen Regenponchos gekauft hat.

Wie immer in diesem scheinbar grenzenlosen Land, dauerte die Anreise zu diesen berühmten Wasserfällen lange, sehr lange, ganze 22 Stunden mit dem Nachtbus. In weiser Voraussicht gönnte ich mir daher die Luxusklasse unter den Langstreckenbussen und bedauerte keinen Augenblick

rund 15 EUR mehr gezahlt zu haben. Der Einzelsitz war zu 100% zurückklappbar, mein eigener Fernseher zeigte die aktuellsten Kinofilme in Englisch und Spanisch, es gab ein kuscheliges Kissen und eine Schnuffeldecke, kalte und warme Vollpension und das Allerbeste: Wein, Whisky und Sekt gratis!! Davon genehmigte ich mir dann 1, 2, 3…. Gläschen, bevor ich einschlummerte und im Dreiländereck von Paraguay, Brasilien und Argentinien wieder aufwachte.

Während man auf der brasilianischen Seite einen Gesamtüberblick über die Wasserfälle genießt, kommt man auf der argentinischen Seite wesentlich näher heran. Insofern sind beide Seiten faszinierend und beide sollten unbedingt besucht werden. Davon abgesehen unterscheidet sich die Anfahrtszeit ab Puerto Iguazú (argentinische Seite) nur um wenige Minuten und auch der Grenzübertritt nach Brasilien ist denkbar einfach. In den Nationalparks beider Seiten tummeln sich verschiedene Tiere, mehr zu sehen gibt’s aber auf der argentinischen Seite, einfach weil der begehbare Teil des Parks dort wesentlich größer ist. Allen voran trifft man auf Coatis, Südamerikanische Nasenbären. Sie versuchen Touristen ihre Verpflegung abzujagen, was zuweilen auch schon mal durch ruppigen Diebstahl von Tüten und Taschen erfolgen kann. Zudem ist die Luft voll von bunten Schmetterlingen, Tukane ziehen über den Palmen ihre Runden und mit Glück begegnet man noch exotischerem Getier. Ich hatte das „Vergnügen“ mit einer Tarantel und einem Capybara. Letzteres entschwand jedoch, bevor ich auf den Auslöser drücken konnte.

> Bilder argentinische Seite

> Bilder brasilianische Seite

 

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