Theater

Buenos Aires (3)

Die Tücken des Alltags

Die einfachste Möglichkeit sich in Buenos Aires fortzubewegen sind Bus und U-Bahn. Das Schwierigste daran ist, eine aufladbare Magnetkarte zu erhalten mit der man entsprechende Fahrten bezahlt.

Auf meine Frage, wo ich denn diese „Tarjeta SUBE“ erhalte, antwortet ein Hostelmitarbeiter „Am Kiosk“. Gut, die gibt es hier genug. Also flitze ich um die Ecke und stelle fest, dass es dort eben keine gibt. Die Verkäuferin ist jedoch so nett mir zu verraten, wo ich eine bekomme, nämlich am nächsten Kiosk. Stimmt, dort erhalte ich dann in der Tat für rund 2,20 EUR entsprechende Karte, allerdings ohne Guthaben. Mein Versuch die Karte auch aufzuladen scheitert. „Nee, das geht nur am nächsten Kiosk“. Okay, also noch einen Block weiter. Als ich dann endlich eine aufladbare Karte in den Händen halte nutze ich sie für genau zwei Fahrten, bevor ich sie verliere. Super!

Am nächsten Tag halte ich mich für besonders schlau. Da die U-Bahn-Karte zum U-Bahn fahren genutzt wird gehe ich direkt zu einem Verkaufsschalter in einer U-Bahn-Station und bitte um entsprechende Karte. „Nö, die kannst Du hier nur aufladen. Kaufen musst Du die woanders.“ Hä?!?! Nun gut, also wieder einen Kiosk suchen. Dieses Mal in einem Viertel in dem ich mich noch nicht so gut auskenne. Nach kurzer Zeit werde ich fündig und erhalte eine Auskunft, die mir bekannt vorkommt: Aufladen ja, kaufen nein. Allerdings informiert man mich, dass die Lottoannahmestelle gleich um die Ecke diese Karte verkauft. Aha, Lottoannahmestelle, auf die Idee hätte ich ja auch alleine kommen können. Warum nicht gleich beim Metzger?! Als ich in der Lottoannahmestelle eintreffe heißt es erneut: Aufladen ja, kaufen nein. „Aber ein paar Häuser weiter ist ein Geldtransferdienst. Dort kannst Du sie kaufen.“ Kein Witz!! Nun bin ich wieder stolze Besitzerin dieser aufladbaren Karte und beiße in die Tischkante, wenn ich sie erneut verlieren sollte.

Bevor das passiert fahre ich jedoch zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten von Buenos Aires und besuche bspw. den berühmten Friedhof von Recoleta, wo u.a. die Nationalheldin Evita begraben ist, das hypermoderne Geschäftsviertel Puerto Madero, den irgendwie deplaziert wirkenden Obelisken, die Plaza de Mayo samt Regierungssitz, wo die Mütter der „Desaparecidos“ jeden Donnerstag an die Kindern erinnern, die man ihnen während der Militärdiktatur geraubt hat und das imposante Teatro Colón, das bis zum Bau der Oper von Sydney die größte Oper der Südhalbkugel war.

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