Salento

Salento – Kolumbien

Alles Skazi oder was?!

Von dem Schock mussten sich die beiden Jungs aus Israel erstmal erholen. Mit offenen Mündern starrten sie Kristyn aus den USA an und als sie wieder atmen konnten sagte einer: „Weißt Du, dass ist quasi so als ob Du uns gerade gesagt hättest David Bowie sei Dein Nachbar“. Dabei war eigentlich nur Folgendes passiert: Nachdem wir uns in einem super hübschen Hostel in der Kaffeeregion Salentos kennengelernt hatten, gingen wir abends gemeinsam essen. Irgendwann sagte Kristyn: „Mein Vermieter kommt übrigens aus Israel. Sein Bruder ist dort angeblich ein sehr bekannter DJ und Musiker.“

Mäßig interessiert fragten die beiden wie der Bruder denn aussähe. Kristyn sagte, dass sie noch nicht so oft mit ihm gesprochen hätte und sich daher nur vage an ihn erinnere. Während sie ihn jedoch beschrieb wurden die Augen von Omer und Ron immer größer und irgendwann schrie einer: „That’s Skazi!“ „Ja, genau, so heisst er.“, antwortete Kristyn verwundert und entdeckte offenbar erstmalig welch ein Star der Bruder ihres Vermieters ist.

Im Laufe der nächsten Tage wurde diese Situation zu unserem Running-Gag. Ob gutes Essen, schlechte Filme – alles war ab diesem Moment „Das ist ja absolut Skazi!“ Gleiches galt auch für die Pancakes, die die Jungs am nächsten Tag zum Frühstück machten. Während wir sie mit „Arequipe“ beschmierten, einem furchtbar süßen Aufstrich auf der Basis von kondensierter Milch (ähnlich dem argentinischen „Dulce de Leche“), erzählte jeder von seinen Plänen für die kommenden Tage. Laura aus Frankreich musste irgendwann mal in San Augustín ankommen, um ihre geplante Freiwilligenarbeit zu absolvieren und Kristyn hatte noch vagere Pläne. Nur ich überorganisierte Deutsche wusste mal wieder ganz genau wohin ich im Anschluss an Salento wollte: Zuerst nach Popayán, dann nach San Agustin und schließlich wieder nach Bogotá zurück, um von dort einen Flug nach Leticia zu nehmen. Laura kaute weiter und sagte fast zeitgleich mit Kristyn: „Wenn wir noch Calí einbauen können bin ich dabei.“ Konnten wir und am nächsten Tag gefiel Kevin unsere Route so gut, dass auch er sich als Hahn im Korb anschloss. Zuvor besuchten wir jedoch noch das, wofür Salento bekannt ist: Seine Kaffeefarmen und das Valle del Cocora.

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