Brujita

Calí & San Cipriano – Kolumbien

Ein heißer Ritt auf der kleinen Hexe

Hmh, wenn die Überschrift „Calí & San Cipriano“ lautet, sollte ich vermutlich auch über beide Orte etwas sagen. Das Problem ist nur, dass ich für Calí nicht allzu viel übrig habe. Hässlich, teilweise gefährlich, laut, die Salsa-Hochburg schlechthin – für mich also eine völlig überflüssige Stadt. Und das Blöde ist, dass ich das bereits vor Anreise wusste. Da ich unsere nette Reisetruppe die sich in Salento zusammengefunden hatte jedoch nicht sprengen wollte, ergab ich mich dem Wunsch in die zweitgrößte Stadt Kolumbiens zu fahren. Im Gegenzug überredete ich die anderen einen Ausflug in das 3-Stunden entfernte San Cipriano zu machen, wo wir einen heißen Ritt durch den Dschungel hinlegten.

San Cipriano ist ein 500 Seelen Dorf, das in erster Linie für seine eigenwillige Erreichbarkeit bekannt ist. Der einzige Zugang erfolgt über den nahegelegenen Ort Cordoba und zwar nicht per Auto, Fahrrad oder zu Fuß, sondern mit Motorrädern. Ach ja, vielleicht sollte ich erwähnen, dass diese Motorräder einen seitlichen Anbau haben, der Platz für rund acht Leute bietet und das ganze Konstrukt bewegt sich auf Eisenbahnschienen fort. Wo auch sonst?! Auf diesen sog. „Brujitas“ (kleine Hexen), sausten wir dann mit einem Affenzahn rund 15 Minuten durch den Regenwald bis wir San Cipriano erreichten. Unterwegs mussten wir feststellen, dass der Name „Regenwald“ nicht von ungefähr kommt, denn ein Wolkenbruch erwischte uns in voller Fahrt und das Wasser klatschte uns nur so ins Gesicht. Irgendwie fing der Spaß nun erst richtig an und bis auf die Knochen nass, hätten wir am liebsten wie auf der Kirmes „Und noch eine Runde!“ geschrien und zwar ohne zuvor San Cipriano, seine Wanderwege oder Wasserfälle zu erkunden.

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