P1040431

Leticia (Co.)/Tabatinga (Br.) – Manaus (Br.)

In der Hängematte von Kolumbien nach Brasilien

Vier Tage bzw. drei Nächte hat es gedauert bis ich in Manaus im Norden Brasiliens angekommen bin und überraschenderweise gingen sie schneller vorüber als gedacht. Um dorthin zu gelangen bestieg ich ein Schiff im brasilianischen Tabatinga (der Grenzstadt zum kolumbianischen Leticia). Zuvor wurden jedoch meine Sachen polizeilich inspiziert. Schließlich reiste ich aus Kolumbien nach Brasilien ein und dort möchte man als einzige Droge offensichtlich weiterhin nur Samba haben.

Als ich danach an Bord gehen durfte suchte ich mir eine strategisch gute Lage für meine Hängematte: Weit weg vom Motor und weit weg von den Sanitäranlagen. Die Idee hatten wohl auch andere Passagiere und so schienen sich die Hängematten im vorderen Bereich des zweiten Decks zu knubbeln. Lediglich wenn sie nachts im Gleichklang schaukelten war ungestörtes Schlafen möglich. Andernfalls bumste man schon mal in den Nachbarn rechts oder links.

Die folgenden Tage wurden vom Läuten eines kleinen silbernen Glöckchens bestimmt – einem Glöckchen, mit dem meine Mama üblicherweise den Heiligabend einläutet. Und ebenso glücklich wie Kindergesichter zu Weihnachten sahen dann auch die Gesichter der Passagiere an Bord meines Schiffs aus. Das Glöckchen bedeutete nämlich Essen und sogar recht gutes. Da ich zum ersten Mal mit brasilianischer Küche in Kontakt kam, wusste ich mal wieder nicht so recht was ich genau aß, aber das war auch egal. Es schmeckte und es blieb vor allem im Magen drin. Keine Selbstverständlichkeit, wie ich mir von anderen Reisenden erzählen ließ.

> Bilder

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>