OuroPetro

Ouro Preto & Mariana – Brasilien

Mit der Bimmelbahn von Kolonialstadt zu Kolonialstadt

Und mit was für einer hübschen Bahn! Innen komplett mit Holz ausgestattet und Sitzbänken, die sich nach Bedarf in Fahrtrichtung umklappen lassen sowie einem Fahrkartenkontrolleur, der gelegentlich Informationen zu Land und Leuten gibt. So fuhr ich von Ouro Preto nach Mariana. Leider gab es besagte Informationen blöderweise für mich nur auf Portugiesisch.

Trotz mehrer Wochen habe ich es in Brasilien nicht über lebenswichtiges Reisevokabular hinaus gebracht. Ich kann Danke, Bitte, Wo ist …, Hallo, wie geht’s?, Huhn, Fleisch, Fisch, Bier, Ananassaft mit Pfefferminz, Busterminal etc. sagen, aber vollständigen Gesprächen kann ich weiterhin nur dann folgen, wenn mein Gegenüber ganz langsam Portugiesisch spricht, seeeehr langsam. Und wenn ich dann ebenfalls langsam auf Spanisch antworte, kommen wir auf einen Nenner, meistens zumindest. Einige Worte klingen auf Portugiesisch nämlich sehr ähnlich und so ist es einem Mitreisenden passiert, dass er 3 Tage!! hintereinander in einer Bäckerei 10 kleine Penisse, statt 10 Brötchen bestellte. Ein Wunder eigentlich, dass der Bäcker nur grinste, statt ihn an einen Beate Uhse Shop zu verweisen. Mir sind solche Missverständnisse zum Glück erspart geblieben, allerdings höre ich auch nicht wirklich heraus, ob jemand Ananas oder Avocado kauft. Für mich klingt beides gleich.

Doch zurück zu Ouro Preto und Mariana, rund neun Busstunden westlich von Rio de Janeiro. Die schöne Architektur der Kolonialstädte lässt die portugiesischen Wurzeln Brasiliens sehr gut erkennen und es macht Spaß sich einfach durch die Straßen treiben zu lassen und die bunten Fassaden, beeindruckenden Kirchen u.v.m. zu bestaunen. Jedoch bringen einen die unglaublich steilen Wege dorthin ganz schön ins Schwitzen (siehe Foto).

Wer eine Abkühlung braucht oder einfach ein bisschen Lust auf Goldrausch hat, der kann auf halber Strecke zwischen Ouro Preto und Mariana in eine stillgelegte Goldmine einfahren. Und so rumpelte ich kurze Zeit später mit einem eigenwilligen Gefährt unter Tage durch die Gegend und überlegte bei dem Wirrwarr von Gängen kurzweilig, ob ich Brotkrumen auslegen sollte, um den Weg zurück zu finden.

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