Ausblick Cerro Otto

Cerro Otto (Bariloche)

Im Sommer Wandern, im Winter Ski

Das Gebiet rund um den See Nahuel Huapi, an dem auch Bariloche mein derzeitiger Wohnort liegt, ist das Mekka für Winter- und Sommersport. Alles, was man in der Natur so anstellen kann und was mit viel Anstrengung verbunden ist, scheint hier möglich zu sein. Vor allem Wandern ist jetzt, im Sommer, sehr beliebt und dem konnte auch ich mich nicht entziehen. Also zog ich festes Schuhwerk an, bewaffnete mich mit mehreren Flaschen Wasser, badete regelrecht in Sonnencreme, kaufte ein Busticket, fuhr zu einem der nahegelegenen Berg, dem Cerro Otto und nahm dort die Seilbahn zum Gipfel.

Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass es rund 30 Grad waren und dass die Sonne drohte, alles brutal zu verbrennen, vorzugweise Touristen mit schneeweißer Haut wie meiner. Um das schlechte Gewissen zu beruhigen, ging ich mit einer Leidensgenossen dann doch ein paar Meter auf dem Gipfel spazieren, aber bereits nach kurzer Zeit lechzten wir nach Abkühlung und flüchteten in ein Café. Wir genossen den hübschen Ausblick aus dem sich drehenden Café, tranken Licuado con leche, eine Art Milchshake und irgendwann nahmen wir eine Gondel zurück ins Tal. Den Ehrgeiz, 2,5 Stunden nach unten zu wandern, hatte keine von uns.

Als ich am Abend ins Hostel zurück kehrte und meine Mitbewohner meine staubigen Schuhe sahen dachten sie wohl, ich habe den Gipfel zu Fuß erklommen. Da ich mich nicht zu erklären wusste, ließ ich sie in dem Glauben und heimste dafür vermutlich ein paar Lorbeeren ein. Manchmal ist es gar nicht so schlecht, eine Fremdsprache nicht zu beherrschen……

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