Sprachunterricht

Wenn die Süßigkeiten Richtung Süden ziehen und eine Kartoffel ihren Sitz im Vatikan hat

Es lebe die Sprachschule

Wenn man, so wie ich, Spanisch nur mittelprächtig beherrscht kann der Besuch einer Sprachschule durchaus sinnvoll sein. Andernfalls läuft man Gefahr in lustige oder gar heikle Situationen zu geraten. Beispiele gefällig? Kürzlich wunderte ich mich, dass ein Text behauptete, die Süßigkeiten würden Richtung Süden ziehen. Erst ein Blick ins Wörterbuch brachte Klarheit über den vermeintlichen Lebensmittelexport. Tatsächlich zogen nämlich nicht die Süßigkeiten (golosinas) davon, sondern die Schwalben (golondrinas).

Ähnliche Vorsicht ist geboten, wenn man über das Oberhaupt der katholischen Kirche diskutiert. Ehe man sich versieht behauptet man, dass im Vatikan eine Kartoffel (la papa) anstelle des Papstes (el papa) sitzt.

Interessant wurde es auch als ich versuchte eine leere Wasserflasche mit der Post zu entsorgen. Statt meine derzeitige Gastgeberin zu fragen, wo in der Küche der Abfalleimer (basura) zu finden sei, fragte ich stattdessen nach dem Briefkasten (buzon) und erntete dafür fragende Blicke.

Beim Einkaufen lief ich rein theoretisch sogar Gefahr, von der Sippe verhaftet zu werden. Anstatt um ein T-Shirt (remera) zu bitten, fragte ich fast nach einer Prostituierten (ramera) in meiner Größe.

Kurzum: Es lebe meine Sprachschule, die dafür sorgt, dass ich weder Gläubige beleidige noch in U-Haft gerate.

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