Reiseführer, Lektüre, Literatur, Südamerika, Argentinien, Auszeit, Auslandsaufenthalt, Anke Greiling

Lesenswertes

Bücher von, über und mit Argentinien

Es gibt zahlreiche Literatur, die sich Argentinien widmet und die je nach Zielsetzung unterschiedliche Schwerpunkte hat. Als ich begann mich damit zu beschäftigen, wollte ich zunächst etwas über die Sehenswürdigkeiten des Landes und über die Reisemöglichkeiten erfahren. In einem ersten Schritt warf ich also einen Blick in die gängigen Reiseführer, stellte jedoch schnell fest, dass die Informationen für mein einjähriges Reiseprojekt zu oberflächlich waren. In einem zweiten Schritt führte ich meine Recherche im Internet fort, was sich wiederum als sehr mühselig erwies. Die Lösung war der Reiseführer von Lonely Planet. Hier habe ich wirklich alles gefunden, was ich für meine Zwecke brauchte: Busverbindungen samt Preisen und Fahrzeiten, Adressen von Agenturen, die Freiwilligenarbeit vermitteln, Hostelempfehlungen, zahlreiche Internetseiten örtlicher Expat-Netzwerke und, und, und. Die aktuelle Ausgabe ist von Februar 2013.

Da ich mich mit Land und Leuten vertraut machen wollte, habe ich mich anschließend auf die Suche nach sogenannten Kulturführern begeben und bestellte ein viel gepriesenes Buch. Für mich stellte es sich leider als nicht wirklich brauchbar heraus. Der durchaus in die Tiefe gehende Inhalt war leider ebenso dröge aufbereitet wie das dazugehörige Layout. Beides führte dazu, dass sich das Buch leider nur als Bettlektüre eignete, denn ein schnelles Einschlafen war damit gesichert.

Glücklicherweise schenkten mir meine Arbeitskollegen zum Abschied einen weiteren kulturellen Reiseführer:  die Gebrauchsanweisung für Argentinien von Christian Thiele. Das Buch gibt zwar nur einen raschen Einstieg in die argentinische Kultur, aber für mich war es genau die richtige Dosierung. Die vermittelten Informationen sind didaktisch sehr gut aufbereitet und von einem lockeren, humorvollen Schreibstil geprägt. So macht Lesen Spaß!

Zu guter Letzt möchte ich noch in die Belletristik Ecke abschweifen und ich kann schon fast die Schelte hören, die ich dafür ernte. Denn wenn man den Einband meines Buchtipps sieht, dann ist Schelte vermutlich die erste Reaktion. Er suggeriert nämlich, dass dieses Buch sich mit einer schwülstigen, fremdschamverursachenden Liebelei beschäftigt, deren Protagonistin ein sterbender (Ballett-) Schwan ist. Zugegeben, die Themen des Buchs sind in der Tat Ballett, Tango und ein Liebespaar, aber vor allem argentinische Geschichte. Das ganze ist dann so gekonnt zu einem Krimi miteinander verwoben, dass mich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt hat. Drei Minuten mit der Wirklichkeit von Wolfram Fleischhauer ist wirklich spannend! Das bestätigen auch zahlreiche Buchkritiken in verschiedenen Foren. Also bitte den Einband ignorieren und einfach loslesen.