Ribeirão do Meio_5

Porto de Galinhas & Chapada Diamantina – Brasilien

Argentinien mitten in Brasilien

„Hurra, ich bin Zuhause!“ Das war mein erster Gedanke als ich mein nächstes Reiseziel in Brasilien erreichte. Nachdem ich meine Engelsflügel langsam abgelegt hatte, wagte ich mich wieder an den Strand – dieses Mal in Porto de Galinhas. Was das Besondere an diesem Badeort ist kann man am besten auf professionellen Luftaufnahmen erkennen. Für mich war das Besondere, bereits bei Ankunft im Hostel auf Spanisch angesprochen zu werden und zwar mit einem besonders vertrauten Akzent. „Du bist doch aus Buenos Aires“, grinste ich den Rezeptionisten an. Und ein lachendes „Che boluda!“ war die Antwort, was in etwa einem lieb gemeinten „Klar, Du Volltrottel“ entspricht (zum besonders eigenwilligen Sprachgebrauch in Buenos Aires siehe hier). Weiterlesen

Delfine

Pipa & Olinda – Brasilien

Gebrauchsanweisung für Engelsflügel

Man nehme: Eine der zahlreichen, wunderschönen Buchten im Surferparadies Pipa, einen sonnigen Tag, Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 35 und etwas Schusseligkeit. Anschließend lege man sich bspw. an die Praia do los Golfinhos um Delfine zu beobachten, (eine von Pipas Buchten), verreibe die Creme in den Händen und trage sie u.a. oberhalb der Schulterblätter auf und von dort so weit wie eben möglich den Rücken Richtung Po runter. Die Schusseligkeit benötigt man, um a) zu ignorieren, dass man keine Armlänge von einem Meter fünfzig hat und um b) eine Mitreisende nicht zu bitten, beim Eincremen des Rückens behilflich zu sein. Fertig sind die „Engelsflügel“ auf den Schulterblättern! Weiterlesen

_Lencois

Nationalpark Lençóis Maranhenses – Brasilien

Bem-vindo a Brasil…

… dem Land, in dem ich mit dem öffentlichen Bus fahren, wieder selbst kochen und mit der Hand Wäsche waschen muss. Das waren so ziemlich meine ersten Gedanken als mir das Preisniveau meines neuen Reiseziels klar wurde. Und das Schlimmste daran ist, dass alle zuvor genannten Tätigkeiten definitiv nicht in meinen Genen verankert sind. Ich schwöre! Weiterlesen

P1040431

Leticia (Co.)/Tabatinga (Br.) – Manaus (Br.)

In der Hängematte von Kolumbien nach Brasilien

Vier Tage bzw. drei Nächte hat es gedauert bis ich in Manaus im Norden Brasiliens angekommen bin und überraschenderweise gingen sie schneller vorüber als gedacht. Um dorthin zu gelangen bestieg ich ein Schiff im brasilianischen Tabatinga (der Grenzstadt zum kolumbianischen Leticia). Zuvor wurden jedoch meine Sachen polizeilich inspiziert. Schließlich reiste ich aus Kolumbien nach Brasilien ein und dort möchte man als einzige Droge offensichtlich weiterhin nur Samba haben. Weiterlesen

P1040306

Leticia/Puerto Nariño – Kolumbien

Willkommen im Amazonas!

„Hallo Anke, schön, dass Du da bist. Der Pater erwartet Dich“, sagten die beiden Jungs, die mich am Landesteg von Puerto Nariño abholten. „Äh, Moment mal“, dachte ich. „Das Kreuz um meinen Hals ist in erster Linie ein Glücksbringer und ihr habt da vielleicht was falsch verstanden.“ Dann fiel mir allerdings ein, dass ich in der Tat ein Zimmer in der Unterkunft eines Paters angefragt hatte. Da er jedoch nicht geantwortet hatte vermutete ich, er unterliege aktuell einem Schweigegelübde und beschloss eine andere Bleibe zu suchen. Aber wo die Jungs schon mal da waren, schmiss ich meinen Rucksack in ihr Boot und wir tuckerten weiter den Amazonas weiter stromaufwärts. Weiterlesen

Fahrradtour_5

Bogotá (2) – Kolumbien

Klappe, die Zweite

Mein erster Aufenthalt in Bogotá vor zwei Monaten hat bei mir nicht wirklich zu Begeisterungsstürmen geführt. Die hohe Polizeipräsenz im historischen Viertel Candelaria löste bei mir ein mulmiges Gefühl aus, die eingeschränkte Bewegungsfreiheit besonders in der Nacht verstärkte es und das Wetter lud zum Trübsal blasen ein. All das ließ bei mir nicht gerade den Wunsch aufkommen diese Stadt nochmal zu besuchen. Dummerweise musste ich aber zurück, denn nur von Bogotá gehen Flüge nach Leticia, wohin ich als nächstes wollte. Weiterlesen

P1040217

Popayán & San Agustín – Kolumbien

Mit dem Partybus von Popayán nach San Agustín

Nachdem ich mir mein nächstes Reiseziel, die hübsche Kolonialstadt Popayán mit seinen weiß getünchten Häusern und den kopfsteingepflasterten Straßen angeschaut hatte und das ständige, aber nicht unangenehme Treiben genossen hatte, wollte ich mit Kristyn nach San Agustín weiterreisen. Auch wenn die Tage in Popayán wie im Flug vergehen und man eigentlich nur Bummeln, Faulenzen und die lokale Küche genießen will, zog es uns bereits nach kurzer Zeit weiter. Vielleicht lag es an dem nicht ganz so sauberen Hostel, vielleicht an dem (zum Glück leblosen) schwarzen Skorpion, der im Fernsehzimmer auf dem Fußboden lag oder vielleicht an den morgendlichen Kirchengesängen mit denen wir geweckt wurden. Da sich das Hostel nämlich die Außenwand mit der benachbarten Kathedrale teilte, hatten wir jeden Morgen den Eindruck, das Bett würde neben dem Altar oder sogar darauf stehen. Weiterlesen

Brujita

Calí & San Cipriano – Kolumbien

Ein heißer Ritt auf der kleinen Hexe

Hmh, wenn die Überschrift „Calí & San Cipriano“ lautet, sollte ich vermutlich auch über beide Orte etwas sagen. Das Problem ist nur, dass ich für Calí nicht allzu viel übrig habe. Hässlich, teilweise gefährlich, laut, die Salsa-Hochburg schlechthin – für mich also eine völlig überflüssige Stadt. Und das Blöde ist, dass ich das bereits vor Anreise wusste. Da ich unsere nette Reisetruppe die sich in Salento zusammengefunden hatte jedoch nicht sprengen wollte, ergab ich mich dem Wunsch in die zweitgrößte Stadt Kolumbiens zu fahren. Im Gegenzug überredete ich die anderen einen Ausflug in das 3-Stunden entfernte San Cipriano zu machen, wo wir einen heißen Ritt durch den Dschungel hinlegten. Weiterlesen

Salento

Salento – Kolumbien

Alles Skazi oder was?!

Von dem Schock mussten sich die beiden Jungs aus Israel erstmal erholen. Mit offenen Mündern starrten sie Kristyn aus den USA an und als sie wieder atmen konnten sagte einer: „Weißt Du, dass ist quasi so als ob Du uns gerade gesagt hättest David Bowie sei Dein Nachbar“. Dabei war eigentlich nur Folgendes passiert: Nachdem wir uns in einem super hübschen Hostel in der Kaffeeregion Salentos kennengelernt hatten, gingen wir abends gemeinsam essen. Irgendwann sagte Kristyn: „Mein Vermieter kommt übrigens aus Israel. Sein Bruder ist dort angeblich ein sehr bekannter DJ und Musiker.“ Weiterlesen

P1030985

Medellín – Kolumbien

Früher pfui, heute hui

„Wessen Familie flippt gerade aus, weil ihr Kolumbien bereist und gerade ausgerechnet in Medellín seid?“ fragt die Stadtführerin und rund 20 Paar Hände gehen in die Höhe, denn Drogen, Pablo Escobar, FARC und bürgerkriegsähnliche Zustände sind oftmals die ersten Assoziationen mit Kolumbien. Während einige Konflikte leider weiterhin Gültigkeit haben, gehören andere der Vergangenheit an. Eines der besten Beispiele dafür ist sicherlich Medellín – eine Stadt, die viele Jahre als die weltweit gefährlichste Stadt galt und das zu einem Zeitpunkt als sich bspw. Beirut im Bürgerkrieg befand. Weiterlesen