Schlagwort-Archiv: Brasilien

Irgendwie eine Stadt ohne Ende

São Paulo – Brasilien

Groß, größer, am größten

„Ach Du heilige Sch…. So lange war ich doch gar nicht mit dem Bus unterwegs“, dachte ich als ich von der Autobahn einen ersten Blick auf die Skyline von São Paulo erhaschte. Sie erinnerte mich spontan an New York und tatsächlich ziehen viele Reiseführer diesen Vergleich heran, um die Wucht und Gewaltigkeit der größten Stadt Brasiliens zu verdeutlichen. Mit 11 Mio. Einwohnern im Stadtkern und weiteren 12 Mio. in der Metropolregion zählt dieses „Monstrum“ diesbezüglich zu den Top 10 Städten der Welt. „Wollen Sie sich in dieses Getümmel stürzen, in guten wie in schlechten Zeiten?“ „Ja, ich will.“ Kam mir zudem noch in den Kopf, wobei ich natürlich nur auf gute Zeiten hoffte (wie man das in den meisten Ehen vermutlich auch tut) und tatsächlich hatte ich eine schöne Zeit. Weiterlesen

Paraty

Paraty & Trindade – Brasilien

Auf halber Strecke zwischen Rio de Janeiro und São Paulo

Nach Olinda, Ouro Preto und Mariana wollte ich ein weiteres koloniales Städtchen besuchen – Paraty. Es ist zwar nicht so, dass ich mittlerweile nicht schon genügend Kirchen, kopfsteingepflasterte Straßen und reich verzierte Fassaden gesehen hätte, aber das besondere an Paraty ist, dass es neben eben erwähnter Architektur auch einige Strände hat. Also nix wie rein in den Bikini und das weiße Fleisch in der Sonne geröstet. Weiterlesen

OuroPetro

Ouro Preto & Mariana – Brasilien

Mit der Bimmelbahn von Kolonialstadt zu Kolonialstadt

Und mit was für einer hübschen Bahn! Innen komplett mit Holz ausgestattet und Sitzbänken, die sich nach Bedarf in Fahrtrichtung umklappen lassen sowie einem Fahrkartenkontrolleur, der gelegentlich Informationen zu Land und Leuten gibt. So fuhr ich von Ouro Preto nach Mariana. Leider gab es besagte Informationen blöderweise für mich nur auf Portugiesisch. Weiterlesen

Copacabana

Rio de Janeiro – Brasilien

Buenos Aires versus Rio de Janeiro

Ich mache keinen Hehl daraus, ich liebe Buenos Aires! Aber wenn es eine Stadt gibt mit der ich diese “Liebe” betrügen könnte, ja dann wäre es wohl Rio de Janeiro. Rio ist irgendwie alles auf einmal und dennoch passt alles zusammen. Vor allem ist Rio eine Bucht in einer Bucht in einer Bucht in einer Bucht in einer Bucht…. mit sagenhaften Sandstränden, rauschenden Wellen, sowie Surfern, die quasi an jeder Ecke im Neonprenanzug mit Brett unter dem Arm stehen und bspw. zur Copacabana oder nach Ipanema unterwegs sind. Weiterlesen

Salvador

Salvador – Brasilien

Eine Stadt der Extreme

“Samba, Capoeira, die temperamentvolle afrikanische Hochburg. Hier muss man einfach hin.” “Gefährlicher als jede andere Stadt in Brasilien, in der jeder bestohlen wird.” Salvador polarisiert und ich musste/wollte/konnte mir jetzt überlegen, was ich mit diesen Aussagen, die von ausländischen Reisenden und Brasilianern gleichermaßen stammten, anfange. Einerseits fand ich brasilianische Großstädte in Sachen Kriminalität sowieso schon mehr als anstrengend, andererseits hörten sich die Reiseberichte einiger Salvador-Besucher sehr verlockend an. Was tun? Weiterlesen

Ribeirão do Meio_5

Porto de Galinhas & Chapada Diamantina – Brasilien

Argentinien mitten in Brasilien

„Hurra, ich bin Zuhause!“ Das war mein erster Gedanke als ich mein nächstes Reiseziel in Brasilien erreichte. Nachdem ich meine Engelsflügel langsam abgelegt hatte, wagte ich mich wieder an den Strand – dieses Mal in Porto de Galinhas. Was das Besondere an diesem Badeort ist kann man am besten auf professionellen Luftaufnahmen erkennen. Für mich war das Besondere, bereits bei Ankunft im Hostel auf Spanisch angesprochen zu werden und zwar mit einem besonders vertrauten Akzent. „Du bist doch aus Buenos Aires“, grinste ich den Rezeptionisten an. Und ein lachendes „Che boluda!“ war die Antwort, was in etwa einem lieb gemeinten „Klar, Du Volltrottel“ entspricht (zum besonders eigenwilligen Sprachgebrauch in Buenos Aires siehe hier). Weiterlesen

Delfine

Pipa & Olinda – Brasilien

Gebrauchsanweisung für Engelsflügel

Man nehme: Eine der zahlreichen, wunderschönen Buchten im Surferparadies Pipa, einen sonnigen Tag, Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 35 und etwas Schusseligkeit. Anschließend lege man sich bspw. an die Praia do los Golfinhos um Delfine zu beobachten, (eine von Pipas Buchten), verreibe die Creme in den Händen und trage sie u.a. oberhalb der Schulterblätter auf und von dort so weit wie eben möglich den Rücken Richtung Po runter. Die Schusseligkeit benötigt man, um a) zu ignorieren, dass man keine Armlänge von einem Meter fünfzig hat und um b) eine Mitreisende nicht zu bitten, beim Eincremen des Rückens behilflich zu sein. Fertig sind die „Engelsflügel“ auf den Schulterblättern! Weiterlesen

_Lencois

Nationalpark Lençóis Maranhenses – Brasilien

Bem-vindo a Brasil…

… dem Land, in dem ich mit dem öffentlichen Bus fahren, wieder selbst kochen und mit der Hand Wäsche waschen muss. Das waren so ziemlich meine ersten Gedanken als mir das Preisniveau meines neuen Reiseziels klar wurde. Und das Schlimmste daran ist, dass alle zuvor genannten Tätigkeiten definitiv nicht in meinen Genen verankert sind. Ich schwöre! Weiterlesen

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Leticia (Co.)/Tabatinga (Br.) – Manaus (Br.)

In der Hängematte von Kolumbien nach Brasilien

Vier Tage bzw. drei Nächte hat es gedauert bis ich in Manaus im Norden Brasiliens angekommen bin und überraschenderweise gingen sie schneller vorüber als gedacht. Um dorthin zu gelangen bestieg ich ein Schiff im brasilianischen Tabatinga (der Grenzstadt zum kolumbianischen Leticia). Zuvor wurden jedoch meine Sachen polizeilich inspiziert. Schließlich reiste ich aus Kolumbien nach Brasilien ein und dort möchte man als einzige Droge offensichtlich weiterhin nur Samba haben. Weiterlesen