Schlagwort-Archiv: Trinken

Auto

Argentinien – irgendwie Daheim und irgendwie doch nicht

“Was macht die Melone am Straßenrand?
Will die trampen?”

„Nee, will sie nicht“, antwortet meine argentinische Freundin und derzeitige Gastgeberin im Örtchen La Consulta lachend. „Die Melone scheint verdorben zu sein. Deshalb hat der Nachbar sie an den Straßenrand gelegt, wo die Müllabfuhr sie in den nächsten Tagen abholt.“ Aha, denke ich. Dann wird das Autodach, das da vorne mitten auf dem Bürgersteig steht und an einem Baum angekettet ist auch in den nächsten Tagen von der Müllabfuhr abgeholt. Caro sieht meinen Blick auf das grüne Karosserieteil, errät meine Gedanken und sagt: „Nee, das Dach wird zum Kauf angeboten. Deshalb steht es ja mitten auf dem Bürgersteig, wo es jeder sehen kann.“ Eine unschlagbare Logik, der ich nichts entgegenzusetzen vermag. Weiterlesen

Bodega Pulmary

Mendoza, das Mekka der Weinliebhaber

Torrontés + Torrontés = Hang-Over-Day

Mein Kopf und meine Nase fühlen sich an als wären sie mit Badeschaum gefüllt und meine leicht eingeschränkte Sehkraft führt dazu, dass ich immer wieder überprüfe, ob ich tatsächlich meine Brille trage. Nun denn, der gestrige Abend mit einer sehr netten Mitreisenden war es auf jeden Fall wert!

Zurück gespult geschah in etwa Folgendes: Vorgestern machten wir zunächst eine Weintour. Nachdem uns eindringlich von der klassischen Route in Maipú abgeraten wurde (weil dort eine Massenabfertigung und ein kollektives Besäufnis mit Billigweinen stattfinden würde) stiegen wir in Mendoza in einen Bus und fuhren ins ca. 19 km entfernte Luján de Cuyo. Hier stattete uns ein Fahrradverleih mit Rädern und einer Karte aus, auf der die nahegelegenen Weingüter eingezeichnet waren und los ging’s! Das Wetter war phantastisch, der Himmel blau und Weiterlesen

Mategefäße

Mate positiv, Fernet Branca negativ oder Fernet Mate?

Welche Blutgruppe haben Sie?

Ich bin zwar erst seit knapp einem Monat in Argentinien, aber ich kann mir gut vorstellen, dass Ärzte ihren Patienten genau solche Fragen stellen, wenn sie gesundheitliche Probleme haben. Aufgrund des hohen Konsums von Mate und Fernet Branca mit Cola erscheint es mir nur konsequent, diese Getränke anstelle von Blut in argentinischen Venen anzutreffen.

Während es vermutlich keine hohe Kunst ist, ein sehr süßes Getränk (Cola) in ein recht bitteres Getränk (Fernet Branca) zu schütten, es umzurühren und anschließend ein Spanisch zu sprechen, das ich noch schwieriger verstehen kann, sieht es bei der Zubereitung von Mate ein wenig anders aus: Der „cebador“ (Teemeister,Teezubereiter oder einfach nur derjenige, der eine Runde Mate springen lässt) befüllt ein rundliches Gefäß zunächst mit „Yerba Mate“. Dieses Gefäß, das aus einer kleinen Kürbisart hergestellt wird, wird ebenfalls Mate genannt und hat die Größe einer Kokosnuss. Danach verschließt der „cebador“ das Gefäß mit der Hand und schüttelt den Mate kurz, um grobe und feine Blätter voneinander zu trennen. Weiterlesen

Kölsch in Bariloche

Auch am anderen Ende der Welt meint man es gut mit mir

Kölsch in Bariloche

In einer Bar gleich um die Ecke meines Hostels gibt es Kölsch. Unglaublich, oder? Auch „Morcilla“, eine gebratene Blutwurst, die man hier in zahlreichen Restaurants bekommt, erinnert eher an heimische „Flöns“ als an mein Bild von argentinischer Küche. Was jedoch völlig anders ist als zu Hause, sind die Essenszeiten. Gegen 22 Uhr bricht hier in der Küche ein lustiger Tumult aus Weiterlesen

Quench

El supermercado argentino

Ein Hoch auf Quench, Mate und Bier in der 1-Liter-Flasche

Wenn ich davon ausgehe, dass sich die argentinische Ernährung (oder zumindest die Ernährung in Bariloche) vornehmlich aus den Zutaten zusammensetzt, die die meisten Regale in den Supermärkten füllen, ist das eine interessante Vorstellung. Dann gäbe es nämlich von morgens bis abends Quench (hier: Tang), Cracker, literweise Bier und Mate-Tee. Weiterlesen